Über den Verlag

Brücken bauen” …

… zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart,

so könnte man das Signet des Verlages verstehen,

das von dem großartigen Gemälde Ernst Ludwig Kirchners

der Friedenauer Brücke von 1914 inspiriert ist. **  



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Ortskunde

Jeder Ort braucht Ortskundige, sonst geht‘s ihm an den Kragen, sonst geht er vor die Hunde, sonst verliert der Ort seinen Ort und sich selbst.

Ihr, Euer Verlag und Eure Bücher seid ortskundig im besten Sinne. Ihr zeigt uns, was diesen Ort ausmachte, wie er zu sich selbst kam und vor allem, wie die Menschen diesen Ort prägten und erlebten. Und jetzt seid auch ihr ein Teil dieses Ortes, Friedenau, und haltet ihn am Leben, indem ihr ihm seine Stimmen und Geschichten schenkt. Das wiederum ist eine Gabe an uns alle, die wir hier leben oder uns aus der Ferne vielleicht nach diesem Ort sehnen. Ich hoffe, ihr sucht und findet weiter, denn auch die Gegenwart braucht ein Gedächtnis in diesen immer flüchtigeren Zeiten.

Schöne Bücher braucht das Land. Ihr wisst das!


Torsten Körner, Friedenau,  Dezember 2011





Evelyn Weissberg & Hermann Ebling –

Verleger aus Leidenschaft


Hermann Ebling sammelt. Viele verschiedene Dinge hat er laut eigener Aussage in den vergangenen Jahren schon gesammelt, einiges wieder aufgegeben, anderes beibehalten: „Der Sinn des Sammelns liegt nicht darin, Dinge zu besitzen, sondern der Sinn des Sammelns ist, sich über die Jahre damit zu beschäftigen“, erklärt er seine Leidenschaft. Historische Fotografien sammelt er länger als 30 Jahre, einige Tausend sind heute in seinem Besitz. Viele davon zeigen Ansichten Friedenaus.

Doch eigentlich ist es unhöflich, zuerst den Mann vorzustellen.


          


Evelyn Weissberg ist Grafikerin. Schon immer hatte sie ein Faible für schöne Dinge, vermag Einfaches so in Szene zu setzen, dass etwas Beeindruckendes herauskommt. Die beiden ergänzen sich perfekt. „Mein Mann ist der Sammler und ich bin die, die dann was daraus macht.“

Seit über 40 Jahren sind sie ein Paar, seit 1976 in Berlin. Seit sie in dieser Stadt sind, leben sie in Friedenau. Wer sich auf irgendeine Art mit dem Stadtteil beschäftigt, stößt unweigerlich zu irgendeinem Zeitpunkt auf das Verlegerehepaar, denn sie sind wahre Friedenau-Experten.


„Die Handjerystraße ist die schönste Straße in Friedenau“


Ein Gespräch mit Evelyn Weissberg und Hermann Ebling ist äußerst unterhaltsam.

Die beiden haben viel zu erzählen, man spürt stets die innige Vertrautheit, die Paare haben, wenn sie sich viele Jahre kennen. Man spürt auch den Respekt, den sie sich entgegen bringen. Und man spürt kleine, aber liebevolle Spannungen, wenn sie sich widersprechen und so gar nicht einer Meinung sind: „Die Handjerystraße ist die schönste Straße in Friedenau“, erzählt er, „wenn ich am Renée-Sintenis-Platz sitze und dann über die Albestraße Richtung Brücke zum Birkenwäldchen [= Perelsplatz] gehe, das sind für mich die schönsten Ecken. Weil wir da eben gestrandet sind vor 40 Jahren. Ich sitze da gerne in diesem dämmrigen Wäldchen, da ist der Brunnen und dieser Kinderspielplatz.“ „Den Perelsplatz mag ich zum Beispiel nicht so“, widerspricht sie, „den finde ich zu düster, da ist mir zu wenig Sonne. Ich mag den Markt wahnsinnig gerne. Es muss mir schon sehr dreckig gehen, dass ich samstags nicht aufstehe und

auf den Markt gehe.“ Über solche Kabbeleien sagt sie: „Wir pfuschen uns immer gegenseitig ins Handwerk, aber immer um das gute Ergebnis.“


Wie es dazu kam, dass die beiden in Friedenau landeten, beantworten sie inzwischen ganz lapidar mit „Friedenau wollte uns“. Evelyn, geboren in Zürich und mit zwei Jahren nach Kaiserslautern gekommen und Hermann, gebürtiger Kaiserlauterer, lernten sich dort in Jugendjahren kennen. Als Paar, gerade 18, beschlossen sie, nach Berlin zu gehen. Bei Freunden in der Albestraße starteten sie die Wohnungssuche in der Stadt, die sie sich gemeinsam als Zukunftsort ausgesucht hatten. Die erste Wohnung lag in der Handjerystraße. Fortan sollte sich alles um Friedenau drehen.


Evelyn hatte einen Studienplatz für Visuelle Kommunikation an der HdK erhalten, Hermann holte nach absolvierter Ausbildung zum Elektrotechniker das Abitur nach,

um dann Geschichte zu studieren. Doch eine Anzeige einer Filmgesellschaft, die einen Tonassistenten suchte, machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Er ging zum Film, wurde mit den Jahren dort Tonmeister für Kino- und Fernsehfilme und legte das Geschichtsstudium auf Eis, sein historisches Interesse jedoch nicht.


„Wir waren das Pärchen mit dem Hund und der Katze“


Spannend sind die Erzählungen über ihre ersten Friedenau-Begegnungen:

„Damals war das hier eine ganze andere Welt, es war das Mauerberlin [...], es war dieser Kohlengeruch im Winter, der nicht aus der Stadt ging, es war eine gewisse Tristesse, aber...“ Hermann zögert, „man hat keine Parkplatzsorgen in Friedenau gehabt, es gab nicht diese ausgebauten Dachgeschosse und man klappte die Bürgersteige hier um acht Uhr hoch.“

„Wir waren damals schon irgendwie im Kiez bekannt, wir waren das Pärchen mit dem Hund und der Katze“, ergänzt Evelyn schmunzelnd. Oft, wenn sie mit ihrem Hund durch Friedenaus Straßen zogen, schloss sich ihnen ihre schwarze Katze an. Das Bild der „vierköpfigen Familie“ prägte sich den Friedenauern schnell ein. Bei vieren sollte es nicht bleiben, 1982 kam ihr Sohn Jonas zur Welt. Bald wurde die 2-Zimmer-Dachwohnung in der Handjerystraße zu klein, die nächste Station sollte die Stubenrauchstraße werden. 1990 und 1992 kamen Sohn Simon und Tochter Sonja zur Welt. 1998 zogen sie dann in die Rembrandtstraße. Während all der Jahre war ihnen bewusst geworden, in welchem Bezirk sie eigentlich lebten: „Damals konnte man hier allen begegnen: Max Frisch, Günter Grass, wir trafen oft Edgar Hilsenrath, wussten nur jahrelang nicht, dass er es ist“, so Hermann. Ihnen war schon früh aufgefallen, dass es kaum Literatur über Friedenau gab. So kam es, dass sie bereits 1986 ihr erstes Buch über den Stadtteil herausbrachten – in Eigenregie. Sie gründeten dafür einen Verlag, damals noch mit zwei Geldgebern, nach denen dieser „Zinsmeister & Grass“ genannt wurde und „Friedenau – Aus dem Leben einer Landgemeinde 1871-1924“ erschien. Viele der historischen Fotografien, die Ebling über die Jahre gesammelt hatte, fanden

im Buch Platz.


Ab diesem Zeitpunkt war die Lust, Friedenau in Büchern vorzustellen, geweckt.

„Und dann entdeckt man plötzlich, dass man an der Friedenauer Brücke wohnt, die Ernst-Ludwig Kirchner von der anderen Seite gemalt hat“, berichtet Evelyn weiter. Freunde und Bekannte „kitzelten“ die beiden weiterzumachen. Doch es sollte noch mal 20 Jahre dauern, bis das nächste Buch erschien. Dazwischen lebte das Paar sein Leben, den Gedanken an mögliche Buchprojekte immer im Hinterkopf. Sie erfuhren noch viel mehr über das Literatenviertel, wer hier gewohnt und gewirkt hatte und welche Veränderungen Friedenau über die Jahre erfahren hatte.


Ab 2006 sollten sechs weitere Bücher über den Kiez folgen, nun verlegt von der „edition Friedenauer Brücke“, im selben Jahr gegründet. Mit ihrem Fachwissen, Akribie und unendlicher Geduld haben die beiden in diesen Büchern viele Geschichten über

Friedenau, kombiniert mit unzähligen einzigartigen Fotos, zusammengetragen. Heute leben sie fast nur noch von und mit ihrem Verlag. Hermann Ebling hat seine Arbeit in der Medienbranche sehr reduziert und Evelyn Weissberg setzt ihre Grafikexpertise fast ausschließlich in den eigenen Büchern ein. Sie konzentrieren sich ganz auf ihre Arbeit als Verleger.

Hat man nach all diesen Jahren und der ständigen Präsenz des Themas nicht auch mal die Nase voll von Friedenau? „Doch. Manchmal hängt uns Friedenau schon zum Hals raus.“ Die Querelen rund um die Gestaltung des Breslauer Platzes zum Beispiel haben gerade Evelyn als ehemaliges Mitglied der Bürgerinitiative Breslauer Platz viele Nerven gekostet. Und trotzdem: Sie haben immer noch Ideen zu Büchern über Friedenau.

„Ich habe das Gefühl, dass es für uns eine Aufgabe ist, das zu machen“, so Hermann Ebling. „Vielleicht schaffen wir noch 20 Bücher – oder zehn.“

„Also, ich wollte sagen, ich möchte gerne weitere Bücher machen“, fällt Evelyn ihm ein letztes Mal an diesem Abend ins Wort.



Von Juliane Last

erschienen im LOKALJOURNAL Dezember 2015















          









                                                                 










Fotos: Tanja Fügener



















2014 malte Schlangenbader die „Friedenauer Brücke“,

die wir als Signetvariation übernommen haben

 


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